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Kinesiologisch Tapen

Fragen und Antworten

  • Kinesiology Tape ist ein elastisches Tape für Therapie und Sport, das auf der Kinesiology-Taping-Methode beruht: eine weltweit bekannte Technik, die sowohl in zahlreichen Sportbereichen als auch in der physiotherapeutischen Behandlung sehr erfolgreich angewendet wird. 

     

    Mit Kinesiology Tape wurde die menschliche Haut "nachgebildet". Es entspricht in der Dicke und Elastizität etwa der Epidermis der Haut (äußere Schicht) mit einer elastischen Längsausdehnung von 30 bis 40 % im Vergleich zum Ruhezustand.

    Kinesiology Tape wird für die Behandlung von Muskel-, Band- und Sehnen-Symptomen ebenso wie im Leistungs- und Breitensport eingesetzt.

    Der Kleber des Kinesiologischen Tapes ist in Wellenform aufgetragen. Hierdurch ist eine individuellere Anpassung des elastischen Tapes an die anatomischen Strukturen möglich.

    Kinesiology Tape wird Krankengymnasten, Therapeuten, Trainern, Chiropraktikern, Medizinern, Bewegungstherapeuten, Krankenpflegepersonal eingesetzt und von vielen Patienten und Sportlern zur Eigenbehandlung benutzt werden.

  • Eine Standard-Rolle Kinesiology Tape ist 5 Meter lang und 5 Zentimeter breit. Mit dieser Standardgröße können in der Regel alle Taping Anwendungen durchgeführt werden.

    Einzelne Hersteller bieten auch noch Tape-Rollen mit schmalerem Kinesiology Tape (2,5 cm) für die Behandlung Fingern und kleinen Gelenken oder breiterem Tape (7,5 cm / 10 cm) für die Behandlung der Wirbelsäule oder Oberschenkel an.

    Eine weitere Größe stellen die Precut-Tapes dar. Es handelt sich dabei um vorgeschnittende Tapes (auf einer Tape-Rolle oder einzeln). Die Precuts gibt es als I-Tape, Y-Tape oder Lymphtape und nehmen den Anwender den Aufwand des Zuschneidens des Tapes ab.

  • Kinesiology Tape und eine gute Schere (am besten eine Taping-Schere) reichen für den Anfang aus. Viele Tape-Anlagen kannst du selbst anlegen, in einigen Fällen wirst du die Hilfe eines Partners benötigen.
  • Grundsätzlich sind sich die meisten Tape-Marken sehr ähnlich und können bedenkenlos verwendet werden.

    Unterschiede gibt es oftmals in der Dehnbarkeit des Tapes sowie im Klebemittel. 

    Alle Kinesiology Tapes sind wasserresistent, luftdurchlässig und bestehen aus einem Baumwollgewebe mit Elastan-Anteil.

    Der Acrylat-Kleber ist hypoallergen, latexfrei und kann auch auf empfindlicher Haut angewendet werden.

  • Die Anwendung ist sehr einfach.

    Nach dem Ausmessen den Tape-Streifen auf dem betroffenen Körperbereich anbringen. Den Tape-Streifen nun gut anreiben.

    Ausführliche Taping-Anleitung kannst du dir hier herunterladen.

  • 1. Die Haut sollte sauber, trocken und frei von Öl, Schweiß oder Cremes sein.
    2. Nach dem Aufbringen des Tapes reiben Sie das Tape intensiv an, um den Kleber zu aktivieren.
    3. Je nach Taping-Technik müssen Sie das Tape dehnen der ohne Dehnung anlegen.
    4. Legen Sie das kinesiologische Tape etwa 30 bis 40 Minuten vor dem Sport oder Duschen an damit sich der Kleber gut mit der Haut verbinden kann.

    Achtung: Hautirritationen und Allergien kommen selten vor, jedoch sollten empfindliche Personen zunächst vorsichtig sein. Grundsätzlich gilt: ist eine Taping-Anlage unangenehm muss sie abgemacht werden.

  • Es gibt keine materiellen oder chemischen Unterschiede zwischen den einzelnen Tape-Farben. 

    Die Tapes sind abgesehen von der Farbe identisch in ihren Eigenschaften, das heißt in Dicke und Elastizität.

    Wir alle wissen, dass Farben eine individuelle Wirkung auf die Menschen haben. Genutzt wird das in der asiatischen Farbenlehre oder auch der Farblichttherapie. Einen weißen Raum nehmen wahr anders wahr als einen gelben.

    Welche Farbe beim Kinesiologisch Tapen genutzt wird ist also eine individuelle Geschmacksfrage oder Teil eines Therapiekonzepts.

  • Ja. Kinesiologisches Tape ist sehr wasserbeständig.

    Wichtig ist aber das Tape etwa 30 bis 40 Minuten vor dem Schwimmen oder Duschen anzulegen damit das Klebemittel sich mit der Haut verbinden kann.

  • In der Regel kann eine Tape-Anlage mit elastischem Tape eine Woche getragen werden.

    Wenn die Tape-Anlage allerdings stark beansprucht wird (z.B. im Kniebereich) oder äußeren Einflüssen ausgesetzt ist (z.B. Hände waschen bei Tape-Anlagen des Handgelenks) wird sie nicht so lange halten und muss früher ersetzt werden.

  • Um das Papier auf der Rückseite des Kinesiology Tapes zu lösen, halte das Tape vertikal und setze den Zeigefinger an der oberen Ecke des Tapes an.

    Wenn du nun mit der Fingerbeere des Zeigefingers zurück streichst, kannst du das Papier vom Tape lösen.

    Bitte vermeide jeden Kontakt mit dem Kleber des Tapes. Hierdurch würden die Klebeeigenschaften des Tapes beeinflusst werden.

  • Kinesiology Tape kann in vielen verschiedenen Therapiebereichen eingesetzt werden, u.a. wird es benutzt in der Behandlung von Schulterverletzungen, zum Tapen des Kniegelenks, im Bereich des Rückens oder im Leistungs- und Breitensport.
  • Wenn du zusätzliche Stabilität benötigst, kannst du eine Tape-Anlage vorbeugend (wie eine Bandage) einsetzen. 

    Bitte bedenke: Alles, was ständig unterstützt und gestützt wird, wird schwächer werden. Tape also immer so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

  • Es ist nicht erforderlich für die Wirksamkeit des Tapes die Ecken abzurunden, aber hilfreich. Das Abrunden der Ecken beugt einem Festhaken der kantigen Ecken vor und kann damit die Dauer der Tapeanwendung verlängern. Alternativ kannst du die Ecken auch abschneiden, wenn sich diese während der ersten Tage abzuheben beginnen.

     
  • NEIN! Ein elastisches Tape ist keine Lösung bei Frakturen.

    Gehe unbedingt zum Arzt, wenn das Tape keine direkte Erleichterung bringt, da dies ein Anzeichen einer ernsten Verletzung (etwa einer Fraktur) sein kann. Eine Verletzung gehört in die Hand eines Arztes!

  • Hast du viele Haare in dem Bereich den du tapen möchtest?

    Je mehr Haare sich unter der Taping-Anlage befinden, umso schlechter kann das Tape auf der Haut haften. Für eine optimale Anwendung empfehlen wir dir bei starker Behaarung zumindest die Haare mit einem Kurzhaarschneider zu stutzen.

    Für einige Personen kann die Körperbehaarung die Haftwirkung einschränken. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie die zu behandelnde Stelle rasieren oder die Haare abschneiden. 

  • Es ist sehr einfach, sich selbst ein Tape anzulegen.

    Normalerweise benötigt man nur wenige Versuche. Bei Anwendungen an den unteren Extremitäten (Knie, Schienbein, Achillessehne, Fußsohle, ITBS) kann das Tape leicht selbst angelegt werden. Für Nacken, Rücken und Schulter benötigst du Hilfe von einer zweiten Person.

  • Viele Anwender von Tapes kennen das: Je länger ein Tape auf der Haut ist, umso stärker klebt es.

    Am einfachsten löst sich das Tape ab, wenn du es großzügig mit Desinfektionsmittel tränkst. Hierdurch wird nach einer kurzen Wartezeit der Kleber zersetzt und das Tape kann leicht abgelöst werden. 

    Versuchen kannst du es auch mit Öl oder Wasser. Diese Varianten funktionieren aber nicht ganz so gut. Wichtig ist das Tape immer in Haarwuchsrichtung abzuziehen, um Unannehmlichkeiten zu verhindern.

  • Wir empfehlen nicht mehr als 2 verschiedene Taping-Techniken übereinander zukleben. 

    Bedacht werden sollte: Wenn eine Taping Technik sehr sanft und mit wenig Zug angelegt wird (z.B. ein Muskeltape oder Lymphtape) muss sie direkt auf die Haut geklebt werden. Ein Lymphtape könnte nicht mehr wirksam sein, wenn es auf einer anderen Tapeanlage geklebt wird.
  • Beim Taping der Muskulatur mit kinesiologischem Tape wird zunächst der Muskel und das darüberliegende Gewebe gedehnt und dann das Kinesiology Tape ungedehnt auf den Muskel aufgeklebt.

    Durch diese Anlagetechnik wird die Haut leicht angehoben, es entstehen leichte Wellen (Convolutions) und das Tape löst einen Reiz auf die nervalen Strukturen aus.

    Eine wissenschaftliche Begründung über die genaue Wirkungsweise der Muskeltapes gibt es leider noch nicht.

  • Beim konventionellen Taping (mit starrem Tape) geht es um die Einschränkung und Immobilisation der Bewegungsfähigkeit im Sinne einer Ruhigstellung. 

    Beim kinesiologischem Taping wird mit elastischem Tape und unterschiedlichen Tapetechniken auf die Funktion eingegangen. 

    Kinesiologisches Taping unterstützt somit funktionell, während starres Sport Taping die Bewegung einschränkt.
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